Unsere Lösungen für alternative Kraftstoffe
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Auch in der energieintensiven Zementindustrie liegen Chancen für E-Fuels: Mit dem Pure-Oxyfuel-Verfahren von thyssenkrupp Calvion lässt sich das schädliche Klimagas CO2 in konzentrierter Form abtrennen – und unter anderem als Treibstoff nutzbar machen. In dem innovativen Verfahren wird der Brennvorgang der Klinkerherstellung nicht wie üblich mit Umgebungsluft, sondern mit reinem Sauerstoff betrieben. Somit gelangt kaum Stickstoff mehr in den Brennvorgang – hochkonzentriertes CO2 entsteht. In dieser Form kann das Gas schließlich abgetrennt werden, sodass es nicht in die Atmosphäre gelangt. Dank seiner Reinheit und mithilfe weiterer Technologien kann das Treibhausgas dann zu einem Rohstoff umgewandelt werden – und bildet so die Grundlage für die Produktion von beispielsweise Düngemitteln, Plastik, aber genauso synthetischen Kraftstoffen.
So tragen verschiedene Unternehmen von thyssenkrupp zu der Entwicklung und Etablierung alternativer Kraftstoffe bei - und leisten einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Mobilität.
Mobil zu sein ist für die meisten von uns selbstverständlich. Wir fahren mit dem Auto zur Arbeit, fliegen per Airliner in den Urlaub und auch der Kreuzfahrt-Tourismus wächst nach wie vor. Mobilität bedeutet Freiheit. Doch sie hat auch Schattenseiten. So lassen sich über 20 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes auf unseren Verkehr zurückführen. Denn: Der vor Jahrmillionen in Erdöl, Erdgas und Kohle gebundene Kohlenstoff wird beim Verbrennen fossiler Brennstoffe als Kohlendioxid freigesetzt und gelangt in die Atmosphäre.
Fossile Brennstoffe sind endlich und werden früher oder später zwangsläufig ausgehen. Gleichzeitig ist der Anspruch, bei der E-Mobilität ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen zu nutzen, derzeit noch weit von der Wirklichkeit entfernt. Damit tragen Fortbewegungsmittel ganz entscheidend zum Klimawandel bei. Die Menschen brauchen also Alternativen zu klassischem Benzin, Diesel und Kerosin. Grüne, regenerative Alternativen.
Die gute Nachricht: Es gibt diese Alternativen bereits – etwa in Form von Biokraftstoffen. Die Klassiker sind einerseits der auf Pflanzenöl basierende Biodiesel sowie andererseits Bio-Ethanol, der aus Zuckerrohr, Zuckerrüben oder Weizen gewonnen wird. Weil diese pflanzlichen Rohstoffe immer wieder nachwachsen, ist die Verbrennung im Motor grundsätzlich klimaneutral: Das beim Fahren freigesetzte CO2 beschränkt sich auf jene Mengen, die die Pflanzen zuvor aufgenommen haben – ein nachhaltiger Kreislauf entsteht.
Mit einer innovativen Technologie wollen die Expertinnen und Experten von thyssenkrupp Uhde die günstige und massentaugliche Produktion von Btl-Treibstoff ermöglichen. „Btl“ steht dabei für „Biomass to liquids“ (dt.: Biomasseverflüssigung) und beschreibt genau den Herstellungsprozess der neuen Biokraftstoffe: Aus Biomasse, also natürlichem Abfall wie Grünschnitt, Stroh und Holzresten, wird hochwertiger Flugtreibstoff und Diesel. Das ist ein großer Vorteil gegenüber der alten Biokraftstoff-Generation, für die essbare Pflanzen wie Raps, Mais oder Zuckerrohr verarbeitet werden. Ein Umstand, der angesichts von Lebensmittelknappheit vielerorts auf der Welt für Kritik sorgte.
Bei Erfolg des Projekts könnte der Btl-Sprit pur oder in einem Mix mit fossilem Kraftstoff angeboten werden: für alle mit Diesel oder Kerosin angetriebenen Motoren und anderen Triebwerke, egal ob sie in Pkws, Lastwagen, Zügen, Schiffen oder Flugzeugen verbaut sind. Eine Umrüstung wird nicht notwendig sein. Und das beste zum Schluss: Die neuartigen Biokraftstoffe sparen 90 Prozent der CO2-Emissionen von konventionellem Sprit ein.
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